Sternsinger im Rathaus

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Unter dem Motto „Sternensingen gegen Kinderarbeit – Schule statt Fabrik“ machten Eisenberger Sternsinger am 6.1.2026 um 12:00 Uhr auch im Rathaus der Stadt Eisenberg halt. Bereits zum 30. Mal war eine Gruppe aus katholischen und evangelischen Kindern und Erwachsenen am Tag der Heiligen Drei Könige in Eisenberg unterwegs, um Geschäfte, Behörden, soziale Einrichtungen und Schulen zu besuchen und ihren Segen „Christus mansionem benedict“ (20*C+M+B+26) über den Eingangstüren anzubringen. Er soll immer daran erinnern, dass es jemanden gibt, der die Menschen führt und der ihnen für den Tag die Kraft verleiht, die sie brauchen. Das kann sie gelassener machen und gegenüber anderen barmherziger.

Bürgermeister Michael Kieslich begrüßte die Gäste im Rathaus, die mit Gesang und Botschaften ihren Besuch umrahmten. Pfarrer Reno Christoph von der Evangelischen Kirchgemeinde  Eisenberg sprach ein kurzes Gebet und das Versprechen „Gott wir mit dir sein und dir für diesen Tag für deine Aufgaben, die er dir gibt, die nötige Kraft schenken“. Er ging auch auf den Zweck der diesjährigen Aktion des Dreikönigssingen ein. Die gesammelten Spenden sollen exemplarisch v. a. für den Kampf gegen Kinderarbeit in Bangladesch eingesetzt werden. In dem südasiatischen Land werden Kinder und Jugendliche in Fabriken zur Färbung von Textilien eingesetzt und unter gesundheitsschädlichen und sklavenähnlichen Bedingungen ausgebeutet. Mit den Spenden werden Initiativen unterstützt, die diese Kinder befreien und ihnen eine Schulausbildung ermöglichen.

Auch Bürgermeister Kieslich sprach sich für das Kinderrecht auf Bildung aus und die Notwendigkeit, Kinderarbeit weltweit zu untersagen. Er versteht, dass viele die Dringlichkeit nur schwer nachvollziehen können, da in Deutschland diese Probleme nicht existieren. Kinder profitieren hier von einem komplexen Bildungssystem und können nicht zur Arbeit gezwungen werden. Er erinnert aber auch, dass dies nicht auf der ganzen Welt selbstverständlich.